Die Fahrhilfe- und Sicherheitssysteme
Um die maximale Sicherheit im Schienenverkehr zu gewährleisten, haben die Eisenbahningenieure leistungsstarke Technologien für die Gewährleistung der Sicherheit auf dem Netz entwickelt. Einige Systeme sind darauf ausgelegt, den Triebfahrzeugführer in seinem Verhalten zu unterstützen, andere Systeme hingegen überwachen die Geschwindigkeit des Zugs und verlangsamen diese gegebenenfalls.
Im Weiteren beschreiben wir die auf dem belgischen Eisenbahnnetz vorhandenen Systeme.
Die Fahrhilfesysteme
Diese Systeme sind darauf ausgelegt, dem Triebfahrzeugführer beim Führen seines Zugs Unterstützung zu bieten. Er muss jedoch weiterhin die Streckensignale entlang der Gleise (das heißt die Farblichtsignale und Signallichter) beachten.
In Belgien gibt es derzeit drei verschiedene, auf ihre Koexistenz ausgelegte Fahrhilfesysteme. Dabei handelt es sich um folgende Systeme:
Die automatischen Zugkontrollsysteme
Dabei handelt es sich um Sicherheitssysteme (auch Automatic Train Protection – ATP genannt), die auf einem Bildschirm im Zug ständig die Geschwindigkeitsinformationen anzeigen.
Es wird eine ständige Kontrolle ausgeführt, um Überschreitungen zu verhindern:
- überfahren eines roten Signals
- überschreiten der maximal zulässigen Geschwindigkeit
Zusammengefasst behält der Triebfahrzeugführer die vollständige Kontrolle über die Zugführung, wird jedoch ständig kontrolliert und es wird eine Zwangsbremsung ausgelöst, wenn er ein Signallicht überfährt oder die Geschwindigkeit überschreitet.
Auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken ist dieses System obligatorisch. Es wird davon ausgegangen, dass der Triebfahrzeugführer die Streckensignale bei mehr als 160 km/h physisch nicht mehr nachverfolgen kann und dass alles im Zug angezeigt werden muss.
Auch auf den klassischen Linien (konventionelles Netz) wird in absehbarer Zeit ein automatisches Zugkontrollsystem eingerichtet. Dabei handelt es sich um das ETCS-System, ein europäisches System, mit dem bezweckt wird, die Sicherheit zu erhöhen und die Interoperabilität zu erleichtern (wodurch vermieden wird, einen grenzüberschreitenden Zug mit mehreren verschiedenen Systemen ausstatten zu müssen).


