Die Fahrhilfesysteme

Memor-Krokodil

In Belgien sind alle Signale der Hauptgleise mit dem Memor-Krokodil-System ausgestattet.

Mit diesem System wird der Triebfahrzeugführer durch ein Kontrolllicht, das in der Kabine aufleuchtet, vorgewarnt, wenn ein Zug an einem „doppelten gelben” Signal (das heißt an einem Signallicht, das ankündigt, dass das folgende Signallicht rot ist) vorbeifährt. Der Triebfahrzeugführer muss anschließend eine Taste betätigen, um zu bestätigen, dass er das Vorsignal tatsächlich wahrgenommen hat. Reagiert er nicht, wird eine Zwangsbremsung des Zugs ausgelöst.

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TBL1

Das TBL1-System (= Transmission Balise Locomotive 1) basiert auf einer Balise am Boden, die ein von einer unter der Lokomotive angebrachten Antenne empfangenes elektromagnetisches Signal sendet.

Mit dem TBL1-System muss der Triebfahrzeugführer stets manuell bestätigen, dass er das Vorsignal für das Vorbeifahren an einem doppelten gelben Signal empfangen hat (wie beim Memor-Krokodil). Hier jedoch wird eine Zwangsbremsung des Zugs ausgelöst, wenn der Triebfahrzeugführer das Vorsignal bestätigt, aber letztlich dennoch das rote Signal überfährt.

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TBL 1+

Das TBL1+-System (= Transmission Balise Locomotive 1+) basiert ebenfalls auf einer Balise am Boden, die ein von einer unter der Lokomotive angebrachten Antenne empfangenes elektromagnetisches Signal sendet.

Dieses System ähnelt dem TBL1-System, umfasst jedoch zwei wesentliche Entwicklungen:

  • 300 m vor dem Signal ist eine zusätzliche Balise angebracht, um zu steuern, dass der Zug sich dem roten Signal mit verlangsamter Geschwindigkeit (weniger als 40 km/h) nähert.
  • Die verwendete Ausrüstung genügt den Anforderungen des europäischen ETCS-Systems. Es handelt sich dabei daher um eine dauerhafte Investition, da sich Infrabel in der Folge nicht mehr an die europäischen Standards anpassen muss. Eine einfache Anpassung des Systems ist ausreichend.

Ende 2012 deckt das TBL1+-System auf dem gesamten Eisenbahnnetz 87 % des Risikos ab.

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